Der Malzprozess

Malz ist eigentlich kein Produkt oer Rohstoff. Viel mehr ist es ein spezieller Zustand des verwendeten Getreides. Er wird erreicht, indem der Keimprozess des Korns erst angestoßen, dann wieder gestoppt wird. Darauf folgt dann Trocknung und je nach gewünschter Malzsorte die Röstung.

 

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Einweichen

Zunächst wird das Getreide in sauerstoffangereichertem Wassers bei ca. 15 ° C eingeweicht. Nach der Einweichphase, wird das Wasser entfernt und die Körner ruhen bei streng kontrollierter Luftfeuchtigkeit und Temperatur für zwei oder drei Tage. Der Keimprozess beginnt.

Keimen

Am Ende der Ruhephase beginnt das Korn zu keimen. Der Keimling bildet Wurzel- und Blattkeim, und Enzyme werden aktiviert. Nach mehrmaligem Wenden ensteht sogenanntes grünes Malz.

Darren

Im Darrprozess wird die Feuchtigkeit des Grünmalzes von ca 45% auf unter 5% reduziert, je nach gewünschter Malzsorte. Die Dauer der Trocknungsphase bestimmt die enzmaytische Aktivität des Malzes. Weiterhin entscheidet die Dauer und Temperatur des Darrens über die spätere Farbe des Malzes. Darüber hinaus werden bestimmte Malze in einem Trommelröster weiter getrocknet, um noch dunklere Farben und kräftigeres Aroma zu erreichen.

Reinigung und Lagerung

Nach dem Trocknen des Getreides werden die beim Keimen entstehenden Wurzeln und Stängel entfernt. Diese Überreste werden wegen ihres hohen Proteingehalts als Tierfutter verwendet, das gereinigte Malz wird zum Brauen verwendet. Unter optimalen Bedingungen kann Malz länger als ein Jahr gelagert werden, ohne an Geschmack zu verlieren.